80704th Ordnance Light Maintenance Company

Quelle S.86/S.132/S.165



Aufgabe

(aus John Sayen, "US Army Infantry Divisions 1944/5", S. 53)

 

Wartung 1. Stufe: durch den Fahrer selbst

Wartung 2. Stufe: durch Mechaniker der Service-Einheiten auf Regiments- und Artillerie-Bataillons-Ebene

Wartung 3. Stufe: durch mobile Werkstätten auf

Korps- und Armee-Ebene

Diese dritte Stufe entlastete auf der Ebene der Vierten die

704th Ordnance Light Maintenance Company.

Wartung 4. Stufe: in permanenten, festen Werkstätten weit hinter der Front

Während den akademisch-episch-dogmatischen Disputen, wie dieses Stufensystem zu handhaben sei, haben die Mechaniker spontan ungezählte Jeeps und anderes Gefährt repariert, bloss weil es reparaturbedürftig war und die Arbeit vor ihnen lag. Dennoch vermochten sie nur einen Drittel des anfallenden Reparaturbedarfs zu bewältigen, so dass die Divisionskommandanten die Zuteilung einer weiteren Maintenance-Kompanie anbegehrten. 

 

Gleich nach der Eroberung durch die Fronttruppen wird eine Werkstatt der 704. eingerichtet.



Geschichte der 704th Ordnance light maintenance company

Hieraus ist festzuhalten:

- "Ordnance" heisst Bewaffnung. Die Kompanie war aber wohl schon in ihren Ursprüngen vor allem für den Unterhalt von Motorfahrzeugen bestimmt.

- Sie kam an Bord des Truppentransporters George Washington nach 12 Tagen Überfahrt in Liverpool an. Dort wurde sie per Zug nach Exeter (Devon) ins "By-Pass"-Camp verschoben.

- Dort war sie einerseits bestimmungsgemäss für den Unterhalt und die Versorgung verantwortlich, nahm aber auch an den Landeübungen an der Südküste Englands teil.

- Am 1. Juni 1944 kam sie in das "Marshalling"-Areal bei South Brent. Sie wurde in Plymouth an Bord von LST's (Landing Ships Tanks) gebracht. Ein Detachement von zwei Offizieren und 30 Mann bestieg in Torquai Amphibien-Fahrzeuge vom Typ GMC "Ducks"; es sollte im Brückenkopf ein Munitions-Reservelager einrichten.

- Am D-Day selbst schaute der Hauptharst der Kompanie dem Sturm der Vierten an der Utah-Beach vom Deck der Landungsboote aus zu.

- Um 02:30 Uhr des 7. Juni 1944 bezog die Kompanie dann bei St-Germain das erste Biwack auf dem Kontinent. Hier traf auch das Munitionsdetachement ein, das am Tag zuvor trotz der abenteuerlichen Fahrzeuge glücklich gelandet war.

- Nun begann die zweckbestimmte Tätigkeit der Kompanie unter Kriegsbedingungen: feindlichem Artilleriefeuer und auch Fliegerangriffen, was die Moral der Truppe während allen nun folgenden fünf Kampagnen nicht beeinträchtigt habe.

- Die Arbeit wurde bisweilen von der Wetterbedingungen mindestens so erschwert wie von den Feindeinwirkungen. Diese verursachten der Kompanie lediglich 10 Verluste. Andererseits nahm sie 200 Feinde gefangen!

- Dabei mussten die Angehörigen der Kompanie Waffen unmittelbar an der Front reparieren und beschädigte Fahrzeuge unter Feindfeuer evakuieren.

- Zweimal erhielt die Kompanie die Meritorious Unit Citation.


Getarnter Service-Lastwagen


Bei der Landung war Captain Winston J. Lawrence Kompaniekommandant, ab 25. Juni Captain Thomas A. Welstead.





"Biographies"

Choo-choo ist tatsächlich die "Tschu-tschu"-Bahn.