42Die Sekundanz der Sowjet-Union

 

Stalin trug ohne Zweifel bis dahin die Hauptlast des Kampfes gegen Hitler. Nicht verschweigen darf man bei dieser Feststellung, dass er mit dem Nichtangriffspakt Molotow-Ribbentrop die blitzartige Eröffnung des Zweiten Weltkrieges ermöglicht und begünstigt hat.

 

Ich behandle hier kurz die zur Invasion bis zur Befreiung von Paris zeitgleichen sowjetischen Operationen:

 

Die Offensive im Osten: Die Operation Bagration


 

Die Offensive der Sowjetunion

 Wikipedia

 

Durch die große Sommeroffensive der Sowjetunion im Mittelabschnitt der Ostfront, die Operation Bagration, die am dritten Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion, am 22. Juni des Jahres 1944, begann, wurden die deutschen Verbände enorm geschwächt.

 

Aufgrund der alliierten Invasion in der Normandie waren deutsche Verbände von der Ostfront abgezogen worden, weshalb weniger Truppen an den deutschen Frontlinien im Osten zur Verfügung standen. Vier sowjetische „Fronten“ (Armeegruppen), zusammen mit mehr als 120 Divisionen und 2,15 Millionen Soldaten, rückten gegen die mit etwa 600.000 Soldaten stark unterlegenen und schlecht ausgerüsteten deutschen Truppen der 9. und 4. Armee sowie der 3. Panzerarmee vor.

 

Die Rote Armee nutzte ihre Überlegenheit und erzielte auf ganzer Linie Durchbrüche, in die dann Panzerkeile vorstießen. Operativ wendete sie damit zum ersten Mal die von den Deutschen drei Jahre zuvor gegen sie verwendeten Verfahren des Blitzkriegs an. Begünstigt wurde dies durch Hitlers Befehle, zu halten und „Feste Plätze“ zu bilden, anstatt zur beweglichen Verteidigung überzugehen. So kam es zu Kesseln und letztlich zur Vernichtung der Heeresgruppe Mitte mit drei deutschen Armeen (insgesamt 25 deutsche Divisionen).

 

Es folgte ein deutscher Rückzug von 500 Kilometern in Richtung Westen, wo die Front erst Mitte August vor der deutschen Reichsgrenze zum Stehen kam. Die Heeresgruppe Nord wurde von allen Landverbindungen abgeschnitten, hielt sich jedoch bis zur Kapitulation im Mai 1945 in Kurland. Nach neuesten Schätzungen verloren die Deutschen bei der Operation, die bis zum 19. August andauerte, über 670.000 Mann, die Rote Armee ungefähr 765.000 Mann. Die Verluste der Wehrmacht konnten nicht wieder ausgeglichen werden, zumal Deutschland zu diesem Zeitpunkt in einem Drei–Frontenkrieg stand. So wurden auch die Nachschübe für deutsche Truppen an der Invasionsfront in Nordfrankreich immer weniger, was den Vormarsch der alliierten Truppen Richtung Osten begünstigte.

Am 29. Oktober 2014 stiessen wir in der Markthalle des Marais-Quartiers auf eine Fotoausstellung einer jungen Fotografin namens Mia Köhlerová. Sie zeigte diese Bilder russischer Veteranen, die am von Putin wieder populär gemachten jährlich wiederkehrenden Siegesfest (9. Mai) posierten.