44Der Krieg in Ostasien


Im Krieg zwischen Japan und China auf chinesischem Territorium läuft es im August 1944 für die Alliierten scheinbar besonders schlecht. Im vierten Anlauf gelingt den Japanern mit 360'000 Mann gegen 300'000 Chinesen der Sieg in der Schlacht um Changsha. Die Amerikaner verlieren dabei am 8. August ihren Luftwaffenstützpunkt Heng-yang (s. Karte oben).


Man beachte die Dimensionen! Aus gesamtstrategischer Sicht der Amerikaner nämlich: Am 8. August erreicht Pattons 5. Panzerdivision Le Mans und schliesst sich dort mit der französischen 2. Panzerdivision unter Leclerc zusammen. Bradley und Montgomery kommen am selben Tag überein, die deutsche Armee westlich der Seine einzuschliessen.

In Washington hängt eine Weltkarte: hier der Erfolg, dort der Verlust. Ins Auge stechen die Ausdehnungen der Gewinne und der gleichzeitigen Verluste. China scheint verloren.


Der japanische Sieg ist aber nur taktischer Art. Die 47 Tage dauernde verlustreiche Schlacht erschöpft die Invasoren und wird zum japanischen Stalingrad auf dem chinesischen Festland.


Träger der Task Force 38 vor der japanischen Küste

am 17. August 1945


Amerika kämpfte mit ungeheuerlichem Aufwand zäh um Inseln und Inselchen. Die Fast Carrier Task Force 38 begann am 28. August mit den Vorbereitungen der Operationen Tradewind und Stalemate II. Die 15 Flugzeugträger, sechs Schlachtschiffe, neun Kreuzer und 60 Zerstörer liefen von Eniwetok in Richtung der Palau-Inseln und Morotai aus. Trägerflugzeuge griffen während der Fahrt am 30. August und 2. September wiederholt Iwojima und Chichi-jima an. Auch die Schiffsartillerie zweier Kreuzer und von vier Zerstörern beschossen japanische Einrichtungen auf den Inseln.

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