501. - 20. August 1944

 

 

Nach Mortain hatte die Vierte ihre erste und einzige wirkliche Ruhepause. 10 Tage lang wurden keine Deutschen gesehen; die feindliche Artillerie rückte sogar aus der Reichweite.

http://www.lonesentry.com/gi_stories_booklets/4thinfantry/

Dem Rapport über den Monat August 1944 vom 10. September 1944 „Aktionen gegen den Feind, Reports After / After Action Reports“ entnehme ich:

 

(Box 2; 0030)

II Introduction

 

1. August: Standort des CP der Vierten: Hambye

 

2. August: Um mit den Frontlinien gleichzuziehen, wurde der CP verlegt nach La Landerie verlegt.

 

3. August nach Le Peltier 418 150

 

5. August nach Les Loges-sur-Brécey. Die G-1 Sektion konzentrierte ihre Anstrengungen, die Awarding der empfohlenen Dekorationen zu spedieren.

 

6. August: G-1 Periodischer Rapport durch Kurieroffizier dem 7. Korps und der 1. US Army unterbreitet.

 

9. August: Das Kriegsgefangenen-Gehege? Inclosure, das in der ersten Woche August in Gebrauch war, wurde nach 492286 verlegt. Es wurde so nahe an die Front verlegt, als dies vereinbar war mit der Verhinderung der Flucht der Gefangenen.

 

 

11. August : REEL 43 -  4th US Inf Division: Le Teilleul

 

12. August: Um die Evakuation der Kriegsgefangenen zu beschleunigen und um in engen Kontakt mit den Infanterie-Regimentern zu kommen, wurde das Kriegsgefangenen-Gehege nach 634 944 verlegt.

 

13. August: Im 8. Inf Rgt wurde eine Zeremonie abgehalten zur Verleihung des

http://de.wikipedia.org/wiki/Presidential_Unit_Citation

an die Offiziere und enlisted men (Soldaten) dieses Regiments. Das 8. Rgt zusammen mit dem 3. Bat, 22 Inf Rgt (?) bildete an der Beach Utah die Sturmtruppe (assault force) der Vierten, für welche die Presidential Citation zugesichert wurde.

http://de.wikipedia.org/wiki/Utah_Beach

Das 3. Bat des 22. Inf Rgts erhielt die Auszeichnung in einer Zeremonie am Nachmittag.

http://www.508pir.org/honors/citations/citation_dist_unit.htm

Der AC of S, G-1, übergab die Auszeichnung dem Bat Kdt Oberstlt Arthur S. P... Crissier (?). Der 3. Platoon (Zug) der Kp A und der 3. Zug der Kp C des 4. Engineer Combat Bat (Genie-Bat) erhielten die Auszeichnung ebenfalls.

 

14. August 1944: Das 20. Feldartillerie Bat hielt eine Formation, in welcher Offiziere und Soldaten unleserlich...... Dem 7. Korps und der 1. Armee wurde im periodischen G-1-Rapport durch Kurieroffizier Bericht erstattet.

 

15. August 1944: Silver Star Medals und Air (?) Medaillen wurden den Offizieren und Soldaten verschiedener Air Section der 4. Divisionsartillerie in einer Verleihungszeremonie verliehen, die durch Brigadegeneral Blakeley, den kommandierenden General der 4. Divisionsartillerie geleitet wurde

 

16. August 1944: Eine Formation wurde im Div KP gehalten, bestehend aus einem Soldaten jeder Kompanie, Batterie, Trupp und Detachement der Division. General- und Special-Stab waren Zeuge der Verleihung des Disdinguished Service Medal an Generalmajor Raymond O. Barton (folgt eine Nummer und USA) durch Generalleutnant Courtney H. Hodges, kommandierender General der 1. US Armee. http://de.wikipedia.org/wiki/Courtney_Hicks_Hodges General Barton wurde ebenfalls dekoriert mit der Silber Stern Medaille durch Generalmajor Joseph L. Collins, komm. General des VII. Korps.

 

(0031)

Generalleutnant Hodges übertrug das Distinguished Service Cross an Oberstleutnant Arthur S. Toagee (?), 0192659, Inf, 22. Inf Rgt; an Oberstleutnant John C. Welborn, 018863, Inf, 70. Tank Bat; und an Major John L. Labry Junior, 0890036, Inf, 8. Inf Rgt. Generalleutnant Hodges verlieh die Silber Stern Medaille ungefähr (!) 45 Offizieren und Soldaten der Division. Unter diesen waren Brigadegeneral Harold W. Blakeley, Oberst Jacob S. Lockott, 12. Inf Rgt. und Oberst Charles T. Lamhan, 015568, Inf, 22. Inf Rgt.

 

Die Division genoss eine hart verdiente Ruhepause und die Regimenter wurden mit Combat Infantry Badge (CIB) ihrer Offiziere und Soldaten ausgezeichnet, die im Kampf eine beispielgebende Führung gezeigt hatten und sich diese Auszeichnung durch Mut verdienten.

 

http://www.paulnoll.com/Korea/medal-combat-infantry-badge.html

 

Die drei kommandierenden Offiziere der Regimenter wurden auf Divisionsbefehl mit Combat Infantry Badge geehrt. Expert Infantry Badges wurden ebenfalls Offizieren und Soldaten der Regimenter für zufriedenstellende Leistungen im Kampf verteilt.

http://en.wikipedia.org/wiki/Expert_Infantryman_Badge

 

17. August 1944: Jeden Tag wurde der Div KP fortbewegt. Der neue Standort ist 143 959. Das Kriegsgefangenen-Gehege wurde nach 122 955 verlegt.

 

18. August: Die Arbeit mit Auszeichnungen und Dekorationen wurde fortgesetzt.

 

20. August: Der G-1 Period. Rapport wurde durch Kurieroffizier dem 7. Korps und der 1. US Armee vorgelegt.


Narrative History (und Ergänzungen aus Wikipedia)

 

Donnerstag, 17. August

 

021 (S. 19)

 

In der Morgendämmerung des 17. August rückte die Division mit den zuge­teilten Einheiten von Le Teilleul ungefähr 40 Meilen nach Osten vor zu einem neuen Versammlungsplatz in der Nähe von Carrouges (die Karten der Amerika­ner sind sehr genau, jedes Kaff ist richtig angesprochen, aber die Distanzen sind leicht übertrieben). Bei Ankunft auf dem neuen Gelände wurde den Einhei­ten folgende Räume zugeteilt:

 

8. Inf Rgt bei Carrouges

 

12. Inf Rgt bei Les Villettes

 

22. Inf Rgt bei ? L'Oissonnière

 

4. Engineer Combat Bat bei La Doucelle

 

4. mech Aufklärungs Trp rekognosziert mögliche Vormarschwege Richtung Alençon für die Division

 

(Der Raum von Villettes bis zu den Aufklärungsspitzen ist wohl 50 km tief)

 

Nachdem die Truppen in diesem Raum versammelt waren, setzten sie wie zu­vor das Training für weitere verbesserte technische und taktische Techniken fort.

 

 

 

(„Es sieht jetzt aus, als ob wir gezwungen würden, nach Paris zu gehen. Brad­ley und sein G-2 denken, dass wir gehen können und müssen.“

 

1. Bataillon, 22. Infanterie-Regiment

 

http://1-22infantry.org/history2/regthistory.htm:

Vigorous patrolling and the establishment of various defensive positions

 

occupied the regiment until August 17, when the 22nd Infantry was ordered to move to the vicinity of Carrouges

 

with the mission of reinforcing the Second French Armored Division. Because of the extreme rapidity with which the attack had carried across France

 

following the breakthrough operation at St. Lo, confusion was rampant. There were orders and counter-orders, alerts and counter-alerts;

 

speed and dispatch were the by-words of the day. Small wonder that few peo­ple knew at one moment what was to be expected the next.

 

With it all, however, the esprit of the troops was superb, and orders normally considered difficult to execute were agressively and willingly obeyed.

 

Konsequentes Patrouillieren und der Aufbau verschiedener Verteidigungspositionen beanspruchten das Regiment bis zum 17. August, als es  den Befehl bekam, sich in die Nähe von Carrouges zu verschieben, um die Zweite Französische Panzerdivision zu verstärken. Wegen der extremen Geschwindigkeit, mit der der Angriff über Frankreich hinweg vorgetragen wurde, nachdem die Operation von St-Lo die Dämme gebrochen hatte, kam es zu grassierenden Verwirrungen. Es gab Befehle und Gegenbefehle, Alarme und Gegenalarme. Speed und dispatch waren die täglichen Stichworte. Kein Wunder, dass nur wenige Menschen im einen Moment wussten, was sie im nächsten erwartete.

 


Rapport über den Monat August 1944 vom 10. September 1944

des Unterstabschefs Nachrichten - G2 Branch Responsible for intelligence and security.

 

(Box 2; Fotos 32, 33 & 34)

Nachrichten zum 1. bis 14. August 1944

 

(Box 2; 0035)

 15. - 24. August: kein Feindkontakt


Rapport über den Monat August 1944 vom 10. September 1944 des Unterstabschefs Operationen - G3 Branch Responsible for operations, including staff duties, exercise planning, training, operational requirements, combat development & tactical doctrine.

(Box 2; Fotos 0037-0048)

Die Operationen der Vierten vom 1. bis 17. August 1944


(Foto 0049 Blatt 20)

unten: Karte zum 18. August > vergrössern

 

18. August 1944:

Die Vierte verbleibt im Besammlungs-Areal in der Nähe von Carrouges und bereitet mögliche Bewegungen Richtung Osten vor.

 8. Inf Rgt in der Nähe von Carrouges U167993

 12. Inf Rgt in der Nähe von Les Villettes U159975

 22. Inf Rgt in der Nähe von L'Oisonnière U146987

 4. Engineer Combat Battalion in der Nähe von La Doucelle U122967

 4. Mech. Aufklärungs Trp (Mechanized Reconnaissance Troop rekognosziert für eine mögliche Div Bewegung in die Nähe von Alençon U335833

 

19. August 1944:

Die Vierte (Einheiten und Zugeteilte gleich wie am 18.8.), bleiben im Besammlungsraum, sie führen das taktische und technische Training durch, das notwendig und angemessen ist, um die Techniken korrekt und besser zu beherrschen. Vertrautmachung in der Waffenhandhabung. Unterhalt der Fahrzeuge. Persönliche Sauberkeit. Putzen der Kleider und Ausrüstungen. Erholung.

 

20. August 1944:

Die Vierte (Einheiten und Zugeteilte gleich wie am 19.8. ausgenommen das 76?9. Tank Bat (L), welches detachiert ist.) bleibt in den zugeteilten Räumen. Das Training wird fortgesetzt zur weiteren Verbesserung der taktischen und technischen Kenntnisse. Konditionsturnen. Soldatenschule. Orientierungen etc.

 

Das 759. Tank Bat (L) marschiert am Schluss der Periode durch Pro-on-Pail zur Zuteilung an das V. Korps.


Movements of 4th Division St-Pois to Paris – August 10 – 20

Unbekannter Autor!

(Box 3; Fotos 0099, 0100 & 0101, Seiten 1-3)

 

Am 6. August war die 4th Infantry Division in ihrem Objective der Breathrough-Kampagne (wahrscheinlich Breakthrough= Durchbruch) längs des Flusses Sée von Brécey nach Le Roussel 27 km.Die nächsten drei Tage wurden dazu verwendet, die anschliessenden Divisionen darin zu unterstützen, eine Serie deutscher Konterattacken zurückzuschlagen, die in dieser Zeit erfolgten. (Siehe Berichte dieser Aktionen angefügt an der Sektion Durchbruch-Operation). Vom 8. zum 9. August war die Situation im Sektor der 9. Division nördlich des Flusses Sée so ausreichend aufgeklärt, dass das 22nd Infantry Regiment herausgezogen werden konnte zum AA bei St-Pois als Korps-Reserve. Das 8th Infantry Regiment blieb in den Stellungen und hielt verschiedene kritische Punkte im Gelände St-Pois – Le Roussel, um die 9. Div. zu unterstützen. Die 12th Infantry Regiment wurde am 7. August der 30. Div. zugeteilt und war in dieser Zeit in verschiedene Kämpfe nördlich von Mortain engagiert. Am Nachmittag des 10. August, rückte die 4th Infantry Division weniger das 8. und das 22. Inf Rgt in das Gebiet südlich Le Teilleul vor, zur Rechten der 35. Div. Als die Kolonne durch Saint-Hilaire-du-Harcouët kam, befand sich im Zentrum der Ortschaft eine grosses Verkehrssignal, das nach links nach Caen zeigte, nach rechts nach Rennes und geradeaus nach Paris. Wir nahmen die Route nach Paris für weitere 10 Meilen. Bei Ankunft im neuen AA der 22nd Infantry Regiment wurde eine Aussenpostenlinie eingerichtet über zwei Meilen westlich des Varenne-Flusses und zum Fluss patroulliert. Deutschen Patr wurde begegnet, aber es schien keine starken feindlichen Kräfte in der Gegend zu haben. Als Divisions-Reserve wurde eine Task Force (Eingreiftruppe/-verband) gebildet unter dem Befehl von Oberstlt Wellburn, 70th Tank Battalion, bestehend aus 70th Tank Battalion, Kp C 634th TD (SP) Bn und dem 4th Engineer Combat Battalion weniger jene Teile seiner Einheiten, die dem 8. und 12. Inf.Rgt zugeteilt waren. Diese Kräfte nahmen Defensiv-Stellungen rund um Le Teilleul ein.

 

Die 4th Infantry Division hielt eine inaktive Front zwischen der 1. Div., welche nordöstlich zu unserer Rechten vorrückte, und der 35. Div. zu unserer Linken. Die 2ndAD (2nd Armored Division - "Hell on Wheels")

rückte vor und kreuzte die Front der 35. Division, was den westlichen Rand der feindlichen Tasche aufrollte. Die 9. Division und das III. Korps wurden vom Norden und während der nächsten vier Tage zog sich der Feind rasch zurück von der Festfront der Tasche.

 

Am 11. August wurde das 8. Inf Rgt von seiner Aufgabe abgelöst hinter der 9. Div und bewegte sich in das Gelände südlich des 22. Rgt. Das Gebiet der 4th Infantry Division war ausgedehnt südwärts fast nach A....(unleserlich, wahrscheinlich Ambrières-les-Vallées), seitdem die 1. Div und die 3rd Armd nach Osten vorgerückt sind. Das 8. und das 22. Rgt unterhielten (?) einen Screen entlang dem Varenne von einem Punkt westlich von Domfort nach Abrières (wahrscheinlich Ambrières-les Vallées) und patrouillierten in einer gewissen Distanz zum Fluss (Varenne), sie begegneten nur gelegentlich feindlichen Patrouillen geringer Stärke.

 

Am 12. August hat der Vormarsch der 2ndArmd hat die Front der 35thDivision geklärt, die nun abgezogen wurde. Am Ende des Tages wurde das 3. Bat des 8. Rgt der 2ndArmd zugeteilt und operierte mit ihr in einem nordwärts gerichteten Vormarsch für die nächsten zwei Tage. Bis zum 13. August war das Ausquetschen der Westfront der Tasche so weit genug fortgeschritten, um den Druck von der 30. Div wegzunehmen und das 12. Rgt wurde abgelöst von der Zuteilung zur 30.Division und kehrte zur 4. zurück. Die Mission, die dem 12. Rgt zugeteilt wurde bei der Ankunft, war eine absolute Pause (rest) an Ort und Stelle. General verlangte von ihm 24 Stunden Schlaf, ohne von irgend etwas gestört zu werden.

 

Am Abend des 13. August gab General Barton den Befehl heraus, in welchem er speziell über die Haltung der „stillen Meuterei“ sprach, die, wie er sagt, in jüngster Zeit unter einigen Leuten aufgetreten sei, die ab sofort keine guten Soldaten mehr seien. Diese Leute, sagt er, hätten entschieden, dass sie herumkommandiert würden, dass niemand sich um sie kümmere und dass sie erledigt seien und auszusteigen versuchen würden. General Barton betonte das, wie immer hart der Weg sei, wie viel auch immer es den Anschein mache, dass einer Einheit aufgeladen werde, und die härtesten Zuweisungen, so haben wir sie doch zu tun und sie durchzufechten, wie sie nur kommen. Er versicherte den Einheitskommandanten,wann immer sie von der Division detachiert würden, könnten sie sicher sein, dass er allen seinen Einfluss gebrauchen werde, dass sie zum frühest möglichen Zeitpunkt wieder zurückgegeben würden. Selbst wenn es ihnen erscheinen möge, den ganzen Rücken für irgend jemand anders hinhalten zu müssen, und wie auch immer die Offiziere mögen fühlen darüber, müssen sie Pollyannas (überoptimistische Menschen) bleiben in der gegebenen Situation und ihre Männer im Kampfgeist erhalten. (Obwohl General Barton keinen Namen einer Einheit nennt und er grosse Sorgfalt darauf verwendet, seine Bemerkungen nicht dahin zu machen, dass eine Einheit kritisiert würde, so war doch klar, dass der Bezug das 12. Rgt betraf, welches vier Tage harter Gefechte gehabt hatte und schwere Verluste mit der 30. Div. und dem es den Anschein machte, die einzige Truppe in der Division zu sein, die kämpfte. Sie kamen von der Zuteilung in schlechter Stimmung zurück.)


General Barton sagt, dass die derzeitige Mission der 4th Infantry Division sei, die linke Flanke des VII. Korps zu decken, welches dabei sei, gegen die Südflanke der feindlichen Tasche anzugreifen. Dass die in der Falle befindlichen Deutschen vermutlich versuchen würden, irgendwo auszubrechen und dass wir vorbereitet sein müssten für die Möglichkeit, dass sie es in unserem Sektor versuchten, selbst wenn es scheine, dass die Masse der feindlichen Kräfte sich bereits zurückgezogen habe. Wie es sich entwickelte, war der Feind bereits vollständig abgezogen von der Front der 4th Infantry Division und in den nächsten Tagen blieben wir ohne Feindkontakt. Bis zum 14. August bewegte sich die Front gut nach Osten. Die 2nd AD kam in Kontakt mit dem III. Korps, und das 3. Bat des 8th Infantry Regiment kehrte zur Division zurück. Vom 14. - 17. August hat General Barton alle Patrouillen abgebrochen ausser motorisierte Patr und die Division hatte eine echte (actual) Rast-Periode.


Am 17. August verschob sich die 4th Infantry Division 25 Meilen nach Osten in die Umgebung von Carrouges südwärts der Mündung (der Öffnung)des Kessels von Falaise. Mouth und Pocket passen schlecht zusammen – wahrscheinlich hatten die amerik. Generäle die Fehler und Versäumnisse der Kanadier und Engländer bereits etikettiert.- Die neuere Forschung erkannte denn auch, dass die Alliierten gravierende Fehler begingen und es versäumten, den Kessel ganz zu schließen. Antony Beevor schreibt dem Kommandeur der 4. kanadischen Panzerdivision, Major General George Kitching, „Lethargie und Inkompetenz“ zu; dass die vollständige Vernichtung der deutschen Armeen letztlich nicht gelang, sei vor allem Montgomerys Schuld gewesen, der hierfür schon damals von den anderen Befehlshabern kritisiert worden sei.

 

Es wurde erwartet, dass die 4th Infantry Division angewiesen würde, in Kooperation mit der 3nd AD und der 2. franz. AD in einem Angriff die Tasche zu schliessen.

Untersuchen, ob weiter oben nicht doch die 2. franz. AD und nicht die amerikanische gemeint ist...)

Jedoch bis wir in das Carrouges-Gelände aufgerückt waren, am Ende des Tages des 17.8., war die Front bereits nach Osten weggerückt. Am 18. August wurde die Division alarmiert für eine Verschiebung weiter östlich, aber diese Bewegung wurde verschoben, dem Vernehmen nach wegen Unerreichbarkeit der Beförderung (transportation) und schliesslich (eventually wurde sie abgesagt. Die 4th Infantry Division blieb für eine Woche in diesem Gelände, welche schnell zur tiefen Nachhut wurde. Zum ersten Mal seit der Landung hatte die Div eine wirklich adäquate Rast und Reorganisations-Möglichkeiten.


Box 3; Fotos 107 - 109, zum Vergrössern anklicken

 

Foto 0107, 9./10. August – Daily operations:

 

Ich schreibe hier nur zusammengefasst ab.

Hier heisst es bereits, das 12th Infantry Regiment sei mit der Zuweisung zur 30th Division zum härtesten Job der Division verknurrt. Sie seien so müde, dass sie nur noch strauchelten. Die 8th Infantry Regiment war fast eine Woche der 39th Division zugeteilt.

 

General Barton bat den Korpskommandanten, die 4th Infantry Division vom „Rast-Areal“ wegzunehmen und der Division eine Frontlinie zu geben und ihr ihre Regimenter zurückzugeben and we will do better than any of the units.

 

Am 10. August hat die Division immer noch zwei Regimenter auswärts. Aussichten für eine Änderung bestehen. In St-Hilaire geht die Strasse nach links nach Caen, rechts nach Rennes und geradeaus nach Paris. Die 4th Infantry Division nimmt die Strasse nach Paris bis nach Buais.

 

Foto 0108 11.-14. August – Daily operations:

zusammengefasst

Am 11. läuft wenig. Front an der Varenne. Das 8th Infantry Regiment kehrt zurück. 20 km Front mit zwei Regimentern.

Am 12. scheinbar grosse Umschichtungen innerhalb des Korps wahrscheinlich.

Am 13. kehrt das 12th Infantry Regiment zurück.

Am 14. Betrachtungen über die Operationen der andern Verbände und dem Ausbruchbestreben der Deutschen gegen Westen. Die 4th Infantry Division ist in der Nachhut. Die ganze Division ist wieder komplett. General Barton befiehlt alle Patrouillen zurück ausser die motorisierten und die Einheiten – speziell das 12th Infantry Regiment haben eine echte Rast.

 

Foto 0109 16.-20. August – Daily operations:

16. August: Befehl für Bewegung nach Nordosten. Vorgesehen ist die Unterstützung der French 2ndArmored Division (Leclerc) und der amerikanischen 3. Panzer-Division.

17. August: 8. und 22. Regiment und Div Kp marschieren los. Das war das Ende der Rast-Periode seit dem neuen AA in der Gegend von Carrouges. Südlich des Sektors, wo die Deutschen kämpften, um aus der Falle zu entweichen. Jedoch nach der Ankunft der 4th Infantry Division bewegte sich die Front rasch ostwärts von uns weg.

18. August: Um 18 Uhr Alarm. Die Verschiebung wurde wegen mangelnden Transportmitteln und mangels Karten verschoben.

19. und 20. August: Die Division hat es sich bequem gemacht für die längste Pause, die sie je gehabt hatte. Die Front bewegte sich weit von uns weg. Wir lagen weit ausserhalb des feindlichen Artillerie-Feuers und auch die feindlichen Flugzeuge hörte man in der Nacht selten. Am 20. wurde alarmiert für eine Bewegung in die Nähe von Montagne, die für den 21. erwartet wurde.


 

4th Counterintelligence Corps Detachment

G2 Nachrichten Annex B

Foto 0061,, Seite 1

Spionageabwehr

1. - 6. August 1944 – pro Tag ein Vierzeiler als zusammenfassender Bericht.

 

Foto 0062, Annex B, S. 2

7. - 13. August

 

Foto 0063, Annex B, S. 3

13. - 20. August

Dwight D. Eisenhower Library, Abilene, Kansas U.S. ARMY, 4th Infantry Division: After action reports, 1940-46 (Microfilm), Box 2, Foto 63, August-Bericht vom 10. September 1944 an die Generaladjutantur in Washington, Annex B - 4th Counterintelligence Corps Detachment, S. 3


Zum Vergrössern und Lesen anklicken

9. August 1944

 

17. August 1944

Lt. George Wilson of the 4th Division saw "dead German...

Wilson sah tote Deutsche, die auf der Straße verstreut waren. Er war erstaunt, als er entdeckte, dass die Wehrmacht eine pferdegezogene Armee war, aber beeindruckt von der Ausrüstung. Er war auf einem Bauernhof aufgewachsen. "Ich war erstaunt über solche tollen Zugpferde und Ausrüstungen. Die Geschirre waren bei weitem die besten, die ich je gesehen hatte. Das Leder war hochglanzpoliert und alle Messingnieten und Beschläge glänzten hell. Die Pferde waren geputzt und die Schwänze aufgeknüpft wie zu einer Parade." Seine Leute verabfolgten den verwundeten Tieren den Gnadenschuss.


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