21Attachierte und Detachierte

 

Attachments

 

Die in der Zeit vom 1. Juni bis zum Kriegsende (teils bis zum 31. August 1944) der Vierten zugeteilten Verbände und Einheiten

 Quelle S. 42 - 46 und auch

 

(Auf der Unterseite über das Training der Vierten in England wird im Kapitel "Zuteilungen von Spezialtruppen" aufgelistet, welche Einheiten und Verbände vor der Landung der 4th Infantry Division zugeteilt waren.)

 

Antiaircraft Artillery - Fliegerabwehr (Flak)

 

Abkürzungen:

 

AAA AW:  Antiaircraft Artillery Automatic Weapons Battalion

Mbl:   mobil

Btry:   Batterie (Einheit)

AAA Gun Bn: In diesen Bataillonen verfügte jede Batterie über vier 90mm Fliegerabwehr-Ka­nonen.

Fliegerabwehrkanone 90 mm Gun M1

Quelle

 Man kann sich fragen, was bei der alliierten Luftüberlegenheit die viele Fliegerabwehr auf fast taktischer Stufe sollte. „Auf dem europäischen Kriegsschauplatz wurden Flak­geschütze (...) von der US-Armee auch zum Schutz der Bodentruppen eingesetzt. Ein Vierfach-Maschinengewehr des Kalibers .50 (12,7 mm) wurde dazu häufig auf ein Halbketten-Fahrzeug M16 montiert; das dadurch zum M16 AA wurde (...). Ihre noch geringere Wirkung als die der deutschen 20-mm-Geschütze machten sie zum Teil durch ihre hohe Verfügbarkeit wett. Die größeren 90-mm-Kanonen erwiesen sich wie die deutsche Acht-Acht als exzellentes Panzerabwehrgeschütz (...). Kurz vor Kriegsende wurde noch ein neues 120-mm-Geschütz mit einer beeindruckenden Gipfelhöhe von 14.600 Metern eingeführt, (...). Den US-Amerikanern gelang es als einziger Macht im Zweiten Weltkrieg, funktionsfähige Annäherungszünder für Flakgranaten in Massenproduktion herzustellen und in Geschosse bis hinunter zu einem Durchmesser von drei Zoll einzubauen. Diese wurden bis kurz vor dem Kriegsende aus Angst vor Entdeckung des Geheimnisses durch den Feind nur über See oder über eigenem Territorium verwendet. Die an Großbritannien gelieferten Zünder erhöhten die Abschussrate von V1-Flugbomben deutlich.“


Im Kapitel "Üben, üben, üben...." auf der Unterseite über das Training der Vierten in England wird auf die besondere Problematik des Einsatzes der Fliegerabwehr, konkret des 377th AAA AW Battalion, eingegangen.


Armored - Panzertruppen

 

Abkürzungen


Tk Bn (- 1 co):   Panzer-Bataillon minus 1 Kompanie

3d Armd Div:   3. Panzer-Division

 33d Armd Regt: 33. Panzer-Regiment

 36th Armd Inf (- 3d Bn): Panzergrenadier-Regiment weniger das 3. Bataillon

391st Armd FA Bn: Panzer-Artillerie-Bataillon 

83d Armd Rcn Bn: Panzeraufklärungsbataillon

Cos B&D: Kompanien B und D

23d Armd Engr Bn: 23. Panzer-Genie-Bataillon

703d TD Bn (SP): 703. Panzer-Abwehr-Bataillon (Tank-Destroyer)

 (SP) heisst self-propelled= Geschütze mit Selbstfahrlaffette; im Unterschied zu (T)= towed = gezogen

 

Exkurs

Die in der Tabelle genannten ad hoc zusammengestellten

Kampf-Gruppen

 

Task Force Barber

 

    "Barber": gemeint ist hier der stellvertretende Divisionskommandant

 

"But although each of the regiments of the 4th Division at the end of 9 June had succeeded in cracking determined enemy resistance no holes had been punched in the enemy's main defenses. A task force of the 22d Infantry[4] under command of Brig. Gen. Harry A. Barber found that it was not at liberty to move through the Azeville gap for direct attack on the Quinéville positions. Germans held out in strength all along the right side of the proposed advance-at Crisbecq, Dangueville, Château de Fontenay, and Fontenay-sur-Mer. On the left, the enemy had scattered positions in the mile-and-a-half gap between the 22d and 12th Infantry Regiments. Too weak to contain the enemy on its flanks and at the same time push ahead, and plagued by bad weather which prevented air support, Task Force Barber made little headway for the next three days.

On 12 June General Collins, VII Corps commander, decided to commit another regiment on the right to clear the fortified beach and coastal area and so free General Barber for his main mission of advancing to capture the Quinéville ridge. Collins was also anxious to take out the coastal batteries whose harassing fire on UTAH Beach threatened to slow down the unloading of supplies. Accordingly the 39th Infantry of the 9th Division, which had landed on 11 June, was committed in the zone roughly from the Fontenay-sur-Mer-St. Marcouf road where it relieved the 1st Battalion, 22d Infantry.

The 39th Infantry (Col. Harry A. Flint) in part profited from the hard fighting of the three previous days which had seemed to batter unsuccessfully against the enemy's fortifications. The 2d Battalion found Crisbecq unoccupied, and pushed on to take Dangueville in the afternoon. Advances elsewhere were more heavily contested. The 1st Battalion cleared the beach between Taret de Ravenoville and Fort St. Marcouf, while the 3d Battalion captured Fontenay-sur-Mer in a hard fight against an enemy whose resistance grew more stubborn as he was forced back against his main line on the Quinéville ridge.

Freed now for the attack north, Task Force Barber devoted its entire strength to the reduction of the Ozeville fortifications. Two battalions took up flanking positions from which they could deliver mortar, tank, and cannon fire on the enemy defenses while the 3d Battalion, with a company of chemical mortars and a platoon of tanks, advanced behind artillery concentrations from two battalions. At the same time naval fire neutralized German guns at Quinéville. Bad weather again prevented the use of air, but the concentrated volume of fire was decisive. Ozeville in short order hung out the white flag. The close of the fight, however, was not to be capitulation. An American officer trying to stop the firing in order to receive the signaled surrender was shot down. Infuriated, the assault company rushed the enemy emplacements with bayonets and grenades and all but exterminated the garrison." (Übersetzung weiter unten)

 

Gordon A. Harrison, Chapter X: The Capture of Cherbourg, (8 June-1 July), Securing the North Flank, S. 392

 

 

"Obwohl es jedem der Regimenter der 4. Division am Ende des 9. Juni gelungen war, den entschlossenen Widerstand des Feindes zu brechen, wurden keine Löcher in die Hauptabwehr des Feindes geschlagen. Eine Task Force des 22. Infanterieregiments unter dem Kommando von Brig. General Harry A. Barber klärte auf, dass es nicht möglich war, sich durch die Lücke von Azeville zu bewegen, um die Positionen von Quinéville direkt anzugreifen. Auf der rechten Seite des vorgeschlagenen Vorstosses hielten sich die Deutschen mit großer Kraft fest - bei Crisbecq, Dangueville, Château de Fontenay und Fontenay-sur-Mer. Auf der linken Seite hatte der Feind verstreute Positionen im Abstand von anderthalb Kilometern zum 22. und zum 12. Infanterieregiment. Zu schwach, um den Feind an seinen Flanken zu umfassen und gleichzeitig vorzurücken, und geplagt von schlechtem Wetter, das die Luftunterstützung verhinderte, machte die Task Force Barber in den nächsten drei Tagen nur wenig Fortschritte.

Am 12. Juni beschloss General Collins, Kommandant des VII. Korps, ein weiteres Regiment auf der rechten Seite einzusetzen, um den befestigten Strand und das Küstengebiet zu räumen und so General Barber für seine Hauptaufgabe, den Quinéville-Kamm (die höchste Erhebung des Dorfes ist 67 m) zu erobern, den Weg frei zu machen. Collins war auch bestrebt, die Küstenbatterien auszuschalten, deren lästiges Feuer am UTAH-Strand die Entladung des Nachschubs zu verlangsamen drohte. Demgemäss wurde das 39. Infanterieregiment der 9. Division, die am 11. Juni gelandet war, in der Zone ungefähr von der Strasse Fontenay-sur-Mer-Mer-St. Marcouf aus eingesetzt, wo es das 1. Bataillon des 22. Regiments entlastete.

 

 

 

Das 39. Infanterieregiment (Col. Harry A. Flint) profitierte zum Teil von den harten Kämpfen der drei vorangegangenen Tage, die scheinbar erfolglos gegen die Befestigungsanlagen des Feindes gekämpft hatten. Das 2. Bataillon fand Crisbecq unbesetzt vor und drängte am Nachmittag nach Dangueville. Die Vorstösse in anderen Gebieten waren stärker umkämpft. Das 1. Bataillon räumte den Strand zwischen Taret de Ravenoville und Fort St. Marcouf, während das 3. Bataillon Fontenay-sur-Mer in einem harten Kampf gegen einen Feind einnahm, dessen Widerstand immer hartnäckiger wurde, je mehr er gegen seine Hauptlinie auf dem Quinéville-Grat zurückgedrängt wurde.

 

 


links                        Crisbecq                       rechts 

 

Nun entlastet für den Angriff nach Norden widmete die Task Force Barber ihre ganze Kraft der Reduzierung der Ozeville-Befestigungen. Zwei Bataillone nahmen flankierende Stellungen ein, von denen aus sie Mörser-, Panzer- und Kanonenfeuer auf die feindlichen Verteidigungsanlagen liefern konnten, während das 3. Bataillon mit einer Kompanie "chemischer Mörser" (schwerer Minenwerfer) und einem Panzerzug hinter Artilleriekonzentrationen von zwei Bataillonen vorrückte. Gleichzeitig neutralisierte das Marinefeuer deutsche Geschütze in Quinéville. Schlechtes Wetter verhinderte erneut den Einsatz aus der Luft, aber das konzentrierte Feuervolumen war ausschlaggebend. Ozeville hängte bald die weisse Flagge aus. Das Ende des Kampfes sollte jedoch nicht die Kapitulation sein. Ein amerikanischer Offizier, der versuchte, das Feuer zu stoppen, um die signalisierte Kapitulation zu erhalten, wurde abgeschossen. Wütend überrannte die Sturmtruppe die feindlichen Stellungen mit Bajonetten und Granaten und vernichtete fast die ganze Garnison."

 

 

CC Boudinot

 

 

"The story of CC "B" is the history of the 3rd Armored Division. Under Brigadier General Truman E. Boudinot, the volatile California horseman, tanker, and one-time army free balloon racer, Combat Command "B" fought many of the hardest and most successful actions ever engaged in by Spearhead forces. CC "B" totted up a record of successive victories throughout the entire western campaign."

 

"Die Geschichte von CC "B" ist die Geschichte der 3rd Armored Division. Unter Brigadegeneral Truman E. Boudinot, dem volatilen kalifornischen Reiter, "Tanker" und einstigen Heeres-Freiballonfahrer, kämpfte Combat Command "B" gegen viele der härtesten und erfolgreichsten Aktionen, die je von Spearhead"-Kräften durchgeführt wurden. CC "B" brachte einen Rekord von Siegen durch die gesamte westliche Kampagne hindurch."

 

 

Boudinot war ein Kavallerist des 1. Weltkrieges. Ein Haudegen wie Patton. Judge Advocate General of the Army (S. 398) spricht seine Verwicklung in die Rachetötung deutscher Gefangener nach dem Tod des amerikanischen Panzergenerals Rose an. Andererseit soll er zu den ersten Generälen gehört haben, der Schwarze unter den Kampftruppen duldete.

 

Einen Hinweis auf Generalmajor Maurice Rose, seinen Tod und die folgende Vergeltung habe ich auf der Unterseite über General Barton gemacht. - Die Schwarzen wurden bezeichnenderweise erst nach der verlustreichen Schlacht im Hürtgenwald zum Kampfeinsatz zugelassen. Von 2'000 freiwilligen Afro-Amerikanern verloren über 700 ihr Leben.

 

 

Task Force Rhino


Rhino war ein Ausdruck der Soldatensprache für die nach der Idee des Sergeant Cullin den Sherman-Panzern angeschweissten Stahl-Scheren, welche die normannischen Hecken zu überwinden halfen und dem Panzer weit hergeholt das Aussehen eines Rhinozerosses gaben.

Ein Sherman-Panzer mit angeschweißten Krallen durchquert eine Wallhecke

 

Hier aber geht es um einen Vorstoss tief ins deutsche Stammland im März 1945, als sich die Streitmacht Hitlers bereits in Agonie befand.

 

 

746. Panzer-Bataillon - 746th Tank Battallion

 

Das Verteidigungsministerium in Washington kann festhalten, was es will (siehe die offizielle Tabelle am Anfang dieses Abschnittes über die der Vierten attachierten Verbände): das 746. Panzer-Bataillon landete mit der 4. Infanterie-Division an der Utah-Beach und es ist fotografisch fixiert, dass General Barton zusammen mit General Roosevelt dem Kommandanten dieses Panzerverbandes gleich nach der Landung direkte Befehle gab. Die Unterstellung blieb bis am 11. Juni. Richtig ist, dass einzelne Panzerkompanien vorübergehend den beiden auf der Halbinsel Contentin engagierten Luftlande-Divisionen 82 und 101 zugeteilt waren:

 

"The medium tank companies and the command elements of the battalion landed ashore on Utah Beach attached to the 4th Infantry Division before noon of 6 June. The tanks’ landing craft landed about 2,000 yards from their planned locations, but once ashore the battalion immediately went into combat and was parceled out to the various infantry units they were to support. The battalion headquarters remained attached to the 4th Infantry Division. Company A(-) linked up with elements of the 101st Airborne Division; Company B with the 12th Infantry Regiment of the 4th Infantry Division; and Company C was attached to the 82nd Airborne Division at Ste.-Mère-Église. One platoon of Company A was attached to the 3rd Battalion, 22nd Infantry Regiment, 4th Infantry Division. Company D, along with the reconnaissance and mortar platoons and selected support elements landed ashore in the early morning hours of 7 June. Company D was initially placed in 4th Infantry Division reserve.[10] On 7 June, Company B formed the core of a 746th task force that was crucial in blunting a German assault gun attack on Ste.-Mere-Église that was the first armor-on-armor battle in France and which caused the German commander in the area to switch from trying to eliminate the beachhead to trying to contain it.[11] In supporting these diverse elements, which landed both in airborne and beach assaults, the 746th played a crucial role in consolidating the elements of these three divisions into a coherent organized beachhead.[12] The companies reverted to battalion control on 9–10 June. The tankers had found the first days in combat in France very trying. Despite training with the infantry units for the landings, neither had conducted any real training working with the other in combat operations. Lessons were learned the hard way as infantry and armor worked together against tough German resistance.[13][14] On 11 June, the battalion was relieved from the 4th Infantry Division and attached to the 90th Infantry Division." 

 

"Die mittleren Panzerkompanien und die Kommandoelemente des Bataillons landeten am Strand von Utah, an die 4. Infanteriedivision angegliedert, vor dem Mittag des 6. Juni. Die Landungsboote der Panzer landeten etwa 2.000 Meter von ihrem geplanten Standort entfernt, aber sobald sie an Land waren, ging das Bataillon sofort in den Kampf und wurde an die verschiedenen Infanterieeinheiten verteilt, die sie unterstützen sollten. Das Bataillonshauptquartier blieb der 4. Infanteriedivision attachiert. Die Kompanie A(vermindert) war mit Elementen der 101. Luftlandedivision verbunden, die Kompanie B mit dem 12. Infanterieregiment der 4. Infanteriedivision und die Kompanie C war der 82. Luftlandedivision in Ste-Mère-Église angegliedert. Ein Zug der Kompanie A war dem 3. Bataillon, 22. Infanterieregiment, 4. Infanteriedivision, zugeteilt. Die Kompanie D ging zusammen mit den Aufklärungs- und Mörserzügen sowie ausgewählten Unterstützungselementen in den frühen Morgenstunden des 7. Juni an Land. Kompanie D wurde ursprünglich in die Reserve der 4. Infanteriedivision eingeeordnet. Am 7. Juni bildete die Kompanie B den Kern einer 746. Task Force, die für die Abwehr eines deutschen Angriffs auf Ste.-Mere-Église entscheidend war, der die erste Panzerschlacht in Frankreich darstellte und den deutschen Befehlshaber in der Gegend dazu veranlasste, von dem Versuch, den Brückenkopf zu eliminieren, auf dessen Eindämmung umzusteigen. Bei der Unterstützung dieser verschiedenen Elemente, die sowohl mit den Streitkräften aus der Luft als auch mit denen am Strand landeten, spielte 746. eine entscheidende Rolle bei der Konsolidierung der Elemente dieser drei Divisionen zu einem kohärenten organisierten Brückenkopf. Die Kompanien kehrten am 9. und 10. Juni zur Bataillonskontrolle zurück. Die Panzertruppen hatten die ersten Kampftage in Frankreich als sehr anstrengend empfunden. Trotz der Ausbildung mit den Infanterieeinheiten für die Landungen hatten sie keine realen Übungen durchgeführt, wo mit den anderen in den Kampfeinsätzen zusammengearbeitet worden wäre. Die Lektionen wurden auf die harte Tour gelernt, als Infanterie und Panzer gemeinsam gegen den harten deutschen Widerstand arbeiteten. Am 11. Juni wurde das Bataillon von der 4. Infanteriedivision abdetachiert und der 90. Infanteriedivision angegliedert."

 

Das wird auch bestätigt durch den After Action Report des Bataillons:

 

Kampfbericht für den Monat Juni 1944

 

Die Angriffselemente des Bataillons landeten am 6. Juni 1944 in Frankreich, ungefähr H+300, mit Ausnahme des 1. Zugs der Kompanie A, der um H+145 zur Unterstützung des 3. Bataillons des 22. Infanterieregiments an Land ging. Nach der Landung wurde die Kompanie C zur Unterstützung der 82. Luftlandedivision detachiert. Der Rest des Bataillons war der 4. Infanteriedivision angegliedert. Am 7. Juni 1944 rückte ein gemischtes Kommando einer Kompanie, ein Sturmgeschütz-Zug und der Hauptquartier-Panzerzug nach Ste Mère Église vor, um einem erwarteten feindlichen Panzerangriff zu begegnen. Während des Gefechts mit dem Feind wurden zwei gegnerische Panzer, einer mit angehängtem AT-Geschütz und einer mit Munitionswagen, zerstört. Die Kompanie und der Sturmgeschütz-Zug fuhren dann weiter nach Neuville-au-Plain, wo etwa zwanzig (20) amerikanische Fallschirmjäger von den Deutschen befreit, sechzig (60) Gefangene gemacht und zwei weitere feindliche Panzer zerstört wurden. Am ? June rückte die Kompanie A nach Vierville vor, um die 101. Airborne Division zu unterstützen. Sie half bei der Eroberung von Vierville und nahm etwa 100 Gefangene mit. Die Kompanie A kehrte am 8. Juni 1944 zum Bataillon zurück. Am 9. Juni 1944 wurde der 1. Zug der Kompanie A von der Zuteilung  an das dritte Bataillon des 22. Infanterieregiments entlastet. Das Bataillon, weniger Kompanie C, unterstützte die 4. Infanteriedivision in ihrem Angriff auf Montebourg. Am 11. Juni wurde auch die Kompanie C von der Zuteilung an die 82. Luftlandedivision befreit und kehrte in die Bataillonskontrolle zurück. Während der Zeit, in der die Kompanie der 82. Luftlandedivision zugeteilt war, bekämpfte sie den Feind mehrmals in der Nähe von Ste Mère Église, Chef du Pont und am Fluss Merderet. Sie schützten auch die Gleitfliegerlandungen der Luftlandetruppen. Drei der fünf Offiziere der Kompanie gingen in diesem Zeitraum verloren. Am 11. Juni wurde der Bataillon von der Attachierung an die 4. Infanteriedivision entlastet......... 

 


70th Tank Battalion - 70. Panzer-Bataillon


Die Tabelle des US-Verteidigungsministeriums macht deutlich, dass der Kommandant der Vierten fast immer über diese Panzertruppe verfügen konnte.

Im Internet gibt es über das Bataillon eine Fotoreihe (hier anklicken).


DD tanks of the 70th Battalion waiting to move off Utah Beach


DD-Tanks (in der Soldatensprache "Donald Ducks") sind Amphibien-Fahrzeuge

Sherman DD (Duplex Drive) amphibious tank with waterproof float screens. When in the water the float screen was raised and the rear propellers came into operation.

(Duplex Drive) Amphibienpanzer mit wasserdichter Schwimmschürze. Im Wasser trug die Schwimmschürze den Panzer und der rückwärtige Propeller wurde als Antrieb in Gang gesetzt.

 

Abhandlung über die Bewaffnung und das Training des 70. Panzer-Bataillons:

The American GI in Europe in World War II, Band 3

von J. E. Kaufmann,H. W. Kaufmann, S. 47ff


Joseph Balkoski schreibt in seinem Buch "Utah Beach", S. 33/34, ebenfalls über die Bewaffnung - auch im Vergleich zum Gegner - und den vorausgegangenen Einsatz des 70th Tank Battalion.


Cavalry - Aufklärungstruppen


 Der Hinweis auf die Seite 43 in der 8. Zeile bezieht sich auf die Buchseite in der Order of battle. In diesem Original fehlt die Interjection "sic" in der 11. Zeile. Unerfindlich, was sie bedeuten soll.

 

Die beiden Kavallerie-(Aufklärungs-)Verbände, welche während der Befreiung von Paris der Vierten zugeteilt waren (23.-25. Aug.), zeichneten sich durch besondere Leistung aus. Am 28. August wurden sie im Tagesbefehl der Division lobend erwähnt:

  

(Box 3; Foto 0086)

Commandation for meritorious service

Hauptquartiere 4th Infantry Division 

28. August 1944

Tagesbefehl N° 24

Unter dem Titel „Commandation“ steht:

Hauptquartiere

102d Cavalry Group

38th Cavalry Reconnaissance Squadron

 

Am 23. August 1944 war die 102d Cavalry Reconnaissance Group, bestehend aus der 38th und der 102d Cavalry Reconnaissance Squadron, der 4th Infantry Division zugeteilt und erhielt den Auftrag, den Vormarsch der Division nach Paris zu schützen. Die 38. Cavalry Reconnaissance Squadron ging dem 12. Regiments-CT voraus und die 102. Cavalry Reconnaissance Squadron dem 22. Regiments-CT.

 

In der Folge der überaus (most) exzellenten Planung und Ausführung durch den Gruppen-Kdt leisteten Elemente der 102. Cavalry Group by superlative Teamwork und unvergleichlicher Zusammenarbeit mit Einheiten der 4th Infantry Division invaluable Dienste für die Division während der Kampagne (drive) nach Paris.

 

Für die Endetappe der Kampagne war die 38th Cavalery Reconnaissance Squadron dem 12. Regiments-CT zugeteilt und erhielt die schwierige Aufgabe, alle intakten Brücken über die Seine in der Stadt Paris zu sichern und zu schützen, bevor das 12. CT in die eigentliche Stadt einmarschierte. Exzellente Taktiken gebrauchend drang die 38th Cavalery Reconnaissance Squadron am frühen Morgen des 25. August in die Stadt Paris ein und rapportierte die Ankunft der Spitzen-Elemente bei der Notre Dame um 08:30 B und so wurde sie die erste amerikanische Truppe, welche in die Stadt Paris einmarschierte. Bis 1400 Uhr dieses Tages waren alle bezeichneten Brückenköpfe erfolgreich und rasch gesichert.

 

Der Divisionskommandant hat das extreme Vergnügen, die Offiziere und Soldaten der Hauptquartiere der 102d Cavalry Group und die Zugehörigen der 38th Cavalery Reconnaissance Squadron für die Erfüllung einer höchst schwierigen und technischen Aufgabe und für den feinen Teamwork-Geist und die Zusammenarbeit bei der Ausführung zu belobigen.

Auf Befehl von Generalmajor Barton:

Richard S. Marr, Oberst, General Staff Corps, Stabschef

 

Die amerikanische Kavallerie (Aufklärungstruppen) ist in Brigaden, Gruppen (Gp), Regimenter, Bataillone (Battalion/Bn) und Aufklärungsschwadronen (Reconnaissance Squadron/Rcn Sqn) gegliedert. Troops (Tr/Trs) sind die Gliederung der Schwadronen. Die Truppen sind mechanisiert, motorisiert oder gehen zu Fuss, sind aber zur Zeit der Landung nicht mehr beritten.

 

Bis 1943 gab es berittene Divisionen (!). Ausgerechnet in dieser stolzen, traditionsbewussten Truppe gab es "colored" Brigaden. Führer der Schwarzen hatten sich beim Präsidenten über den Ausschluss der Farbigen im Krieg gegen das rassistische Nazi-Regime beklagt. Die berittenen Schwarzen landeten aber mit der Auflösung der berittenen Kavallerie bei den Munitionstruppen, wohl als Munitionsschlepper... Dabei hatte die "schwarzen" Regimenter trotz halbem Sold sich bereits im Bürgerkrieg auf der Unionsseite bewährt und die Südstaaten wollten am Schluss des Krieges sogar eine Sklaven-Armee von 300'000 Mann aufstellen.

 

 

 

Briefmarke von 1997

mit dem Bild des

Benjamin O. Davis, Sr.

1. schwarzer Brigadegeneral der USA (1940)

Er diente in der Luftwaffe.


Chemical - Minenwerfer

 

 

Cml Mort Bn: Chemical Mortar Battalion – ausgerüstet mit Mörsern, die für Gasmunition taug­lich waren.

"The United States chemical mortar battalions were army units attached to U.S. Infantry divisions during World War II. They were armed with 4.2 in (107 mm) chemical mortars. For this reason they were also called the 'Four-deucers'"

 

Cml SG Co: Chemical Smoke Generator Companie: „These companies will be activated with colored enlisted personnel, with an authorized strenght of 4 officers and 196 enlisted men each.“


Zum Link: (PDF S. 17) Ich habe ihn letztmals am 12.06.14 14:52 geöffnet. Mittlerweile warnt Firefox vor dem Öffnen; offenbar wird man dann NSA-behandelt.


Zum Inhalt: Damals notierte ich: "Hoffentlich verstehe ich das falsch! Eisenhowers Kreuzzug nach Europa richtete sich doch wesentlich gegen den Rassenwahn Hitlers!" - Ich habe es nicht falsch verstanden, leider.

 

Geschichte der Bataillone in der hier interessierenden Phase:

 

 

Unit History of the 87th Chemical Mortar Battalion

sehr detailliert und instruktiv

 

 

Unit History of Company A 87th Chemical Mortar Battalion

Die historischen Schilderungen der Erlebnisse dieser Kompanie gehen noch mehr auf die wesentlichen Details ein:

 

"The never forgettable French custom of kissing was not forgotten. The boys, we are sure, will never forget the streets lined with crowded, liberated peoples. The overpowering expression of joy and gratitude to their liberators were freely passed by the pretty, young French mademoiselles. In their eagerness to thank the young American soldier they gave with a big hug and kiss, and also saying 'Vive le Amerique.'" 

 

"Der nie verlernbare französische Brauch des Küssens wurde nicht vergessen. Wir sind sicher, dass die Jungs die Strassen, die von der Masse der befreiten Bevölkerung überfüllt waren,  nie vergessen werden. Der überwältigende Ausdruck von Freude und Dankbarkeit gegenüber ihren Befreiern wurde von den hübschen, jungen französischen Mademoisellen offenherzig weitergegeben. In ihrem Eifer, den jungen amerikanischen Soldaten zu danken, gewährten sie grosse Umarmungen und einen Kuss und sagten auch:"Vive l' Amerique".

 

Nur schade, dass die bereits Gefallenen und die evakuierten Verwundeten dies nicht mehr erleben durften!

 

Unit History of the 81st Chemical Mortar Battalion

 Zeugnisse zur Befreiung von Paris


Mortar 4.2 Inch Chemical M2 


Weight: 151 kg (332.89 lbs)

Barrel length: overall: 1.22 m (4 ft)

Caliber: 107 mm (4.2 in)

Rate of fire: 5 rpm for 20 minutes - 1 rpm indefinitely

Effective firing range: 515 m (563.21 yd)

Maximum firing range: 4,023 m (4,400 yd)


Ich bin mit diesem Möbel vertraut: aus meiner Rekrutenschule (1960). Allerdings war das Kaliber noch grösser: 12 cm. Entsprechend war das Rohr länger und schwerer, was es auch von der Grundplatte und der Lafette zu vermelden gab - Gott sei's gebrummt! Von Chemical sprach kein Mensch. Es hiess nicht Mörser, sondern "Schwerer Minenwerfer.

So sahen wir aus. Nur das Gewehr war aus Holz und die Gasmaskentasche aus Segeltuch. An den Unterschenkeln trugen wir unästhetische Gamaschen, am Gurt Patronentaschen, weshalb er von einem hässlichen Gabeltragriemen aus Feuerwehrschlauch-Material auf Bauchnabelhöhe gehalten werden musste. Auf dem Kopf drückte eine altmodisch geformte Kopfweh-Gamelle und vom Herumstehen in freiem Feld war keine Rede: Das Ganze fand in einem vorweg mit dem kurzen Schanzknochen gegrabenen Loch statt und war wegen des engmaschischen, stinkenden Tarnnetzes von aussen nicht einsehbar. Das Geschütz warf keine Minen, wie sein Name sagte, sondern verschoss Stahlgranaten von erheblichem Gewicht, die herbei

geschleppt werden mussten. Von der Zweckbestimmung, den Gas-Granaten, redete niemand ausser in vorgerückter Stunde des Batterieabends hinter vorgehaltener Hand ein wichtigtuerischer Unteroffizier oder Leutnant, um damit die reiche Erfahrung zum Besten zu geben. Gelegentlich kamen Rauch-Brand-Granaten zum Einsatz, deren giftige Nachwirkungen vom Vieh auf den Alpen des Zielgebietes wenig geschätzt wurden.


Engineer - Genietruppen

 

15th Engr C Bn - Combat Engineer Battalion - (9th Div):   8-9 Aug 44


Weitere Zuteilungen von Genietruppen erfolgten nach dem 31. August.


Field Artillery - Feldartillerie


 

Zahlreiche weitere Zuteilungen von Artillerie gab es auch nach dem

31. August 1944.

 

Abkürzungen:

FA Obsn Bn:   Field Artillery Observation Battalion

Gun:   Kanone

How:   Haubitze

Btry:   Batterie (Einheit bei der Artillerie, entspricht der Kompanie)

FA Bn:   Bataillon der Feldartillerie (im Unterschied zur Festungs- oder Marine-Artillerie)

Armd FA:   Armored Field Artillery Battalion > selbstfahrend


Der Unterschied zwischen Kanone und Haubitze besteht für viele Sachverständige darin, dass die Haubitze in der oberen und in der unteren Winkelgruppe (<45°>) zu schiessen vermag, die Kanone nur bis 45°. Ich behaupte, die Haubitze schiesse in Kilometern, was ihr Kaliber in Zentimetern ist, die Kanone aber das Anderthalbfache.


Infantry - Infanterie

 

 

Ab Dezember 1944 wurden der Vierten wieder Infanterieverbände zugeteilt.

 

Abkürzungen:

 

359th Inf (- 2d Bn):  359. Infanterie-Regiment weniger 2. Bataillon

 

CT:   Combat Team > für eine bestimmte Operation zusammengefügter Kampfverband

 

Plat:   Platoon > Ein platoon besteht in der US Army aus 16 bis 40 Soldaten, unterteilt in zwei bis vier Squads, wobei ein Squad (dt. Gruppe) aus acht bis zehn Soldaten gebildet wird.Ange­führt wird ein platoon von einem Second oder First Lieutenant.

 

Rcn Tr: Reconnaissance Troop > In the United States Army, in the cavalry branch, a troop is the equivalent unit to the infantry company, commanded by a captain and consisting of three or four platoons, and subordinate to a squadron (battalion).

 

 

Aufklärungstruppe > In der US-Armee, in der Kavallerie, ist ein Trupp die äquivalente Einheit zur Infanteriekompanie, die von einem Hauptmann kommandiert wird und aus drei oder vier Zügen besteht, und einer Schwadron (Bataillon) unterstellt ist.

 

1st Plat, 9th Engr C Bn:   1. Zug des 9. Genie-Kampf-Bataillons

 

Unerfindlich, warum der Federfuchser im Verteidigungsministerium in Washington die Aufklärer und die Sappeure unter die Infanterie einreihte...

 

Ranger:   Heute besser bekannt als Green Berets. Die Rangertruppe der US-Armee wurde am 19. Juni 1942 in Nordirland aus den Reihen der 34. US-Infanteriedivision aufgestellt. Als Vor­bild dienten die britischen Commandos, die Ausbildungshilfe leisteten. Um den neuen Verband von den britischen Commandos abzugrenzen, wählte man den Namen „Rangers“. Die Rangers (1. bis 5. und das 29. Bataillon) kämpften u.a. in der Normandie bei der Operation Overlord mit den Schwerpunkten Omaha Beach und Pointe du Hoc.

 

 

Pointe du Hoc


Non-Div:   Korps- oder Armeetruppen (nicht einer Division zugeteilt).


Das 99. Infanterie-Bataillon ist ein heldenhafter Norweger-Verband.


Es gab weitere Non-Div-Bataillone ausländischer Ethnien und Nationalitäten:


The following five battalions, established in 1942, were organized based on ethnic groups:

A Polish unit was also proposed but never created.


August 1944: Der Panzerabwehr-Zug des Norweger-Bataillons


Tank Destroyer - Panzerabwehr/Panzerjäger

 

TD Bn (SP):   Tank Destroyer Battalion

                                   (self-propelled>Selbstfahrlafetten)

 

Auch später bekam die 4. Infanterie-Division Panzerabwehr-Einheiten und -Bataillone zugeteilt.

 

899. Panzerabwehr-Bataillon (Panzerjäger)

 

Namensliste des Bataillons hier anklicken

 

 

Dieses Dokument kann in seiner Gesamtheit hier oder hier (anklicken) eingesehen werden.

 

Ich habe lange gezögert, ob ich diesen Bericht des Majors Daniel M. Carter - wenigstens in Teilen - übersetzen solle. Er ist das, was man einen "Klugscheisser" nennt. Aber wie es eben diese Sorte Menschen an sich hat: Man mag sie nicht, hört ihnen nicht gerne zu, aber was man dennoch hört, ist nicht von der Hand zu weisen. Den Ausschlag gab aber die hier nicht so relevante Geschichte, dass er bei der Landung einen ganzen Zug Panzerjäger verlor, aber im Kampfgetümmel um Carantan nach 10 Tagen wieder auf ihn stiess. Die Scans der übersetzten Rapportseiten sind hier einsehbar.

 

Hier aber folgt die Übersetzung:

 

DIE SITUATION DES BATAILLONS

 

In der Nacht vom 1. auf den 2. Juni 1944 erhielt der Kommandant des 899. Panzerjägerbataillons den Befehl, seine Einheit an die Artillerie der 4. Infanteriedivision zu attachieren. Es wurde weiter spezifiziert, dass nur wesentliche Kampfelemente die Angriffskräfte begleiten sollten.

 

Ein kleines Vorausdetachement für den Kommandoposten, einschliesslich der Kontrollgruppe des Kommunikationssystems, die Kompanie "A" und die Kompanie "C", die auf Jagdpanzer und wesentliche Verwaltungsfahrzeuge reduziert wurden, waren als Sturmspitze bezeichnet worden. Eine zusätzliche Verbindung wurde durch eine frühere Planung mit der 82. Luftlandedivision ermöglicht. Ein Verbindungsoffizier wurde zum Gleiterangriff und der Kompaniekommandant der Aufklärungskompanie zum seetransportierten Teil dieser Division entsandt. 

 

Das Bataillonshauptquartier, abzüglich der vorausgeschickten Gefechtsstand-Gruppe, die Hauptquartier-Kompanie, die "B"-Kompanie und die Aufklärungskompanie sollten als Nachhut folgen.

 

Am 2. Juni begab sich das Angriffsdetachement in die Bereitschaftsräume in Dartmouth, England, und bereitete sowohl die Männer wie auch die Fahrzeuge gemäss den Plänen der 4. Infanteriedivision für die Einschiffung vor.

 

Früheres Intensivtraining beschleunigte das abschliessende Abdichten der Fahrzeuge erheblich und es wurde rechtzeitig beendet. Die Schlussinspektion des Personals, der Waffen und der Ausrüstung wurde rasch durchgeführt und die Männer wurden ihrerseits in den Generalplan eingeführt.

 

Das Angriffsdetachement wurde am Nachmittag des 4. Juni auf die britische LCTs verladen. Es gab kein Unglück, ausser dem Bruch einer Schwimmschürze an einem Panzerjäger, die aber in der Nacht repariert wurde, so dass das Fahrzeug am nächsten Tag verladen werden konnte. Die Zuweisung an die Schiffe wurde, soweit es ging, so vorgenommen, dass die Einheitsintegrität erhalten blieb. Am 5. Juni fuhren wir in den Ärmelkanal. Während des ganzen Nachmittags blieben wir gut intakt, aber während der Stunden der Dunkelheit verschwand das Schiff, welches den ersten Zug der Kompanie "A" beförderte, und es wurde nicht wieder gesehen.

 

DER STURMANGRIFF

  

Bei Tagesanbruch, vor der Utah Beach, beobachteten wir, wie die 4. Infanteriedivision den Angriff des VII. US Korps anführte. Sie landete in einer Kolonne die Regimentskampfteams, allen voran das 8. Infanterieregiment. Der Fortschritt des Angriffs wurde stark unterstützt durch dreissig amphibische Panzer, die 5000 Yards vor der Küste starteten und mit dem Verlust von nur einem Tank am Strand ankamen.

 

Nach der Einstellung der Luftbombardierung haben nur die Marinegeschütze noch Unterstützung gegeben, bis Artillerie an Land ging.

 

Am frühen Nachmittag ordnete sich unsere Einheit in die Welle 26 ein, das Schiff mit dem Kommandanten leicht in Führung. Als wir uns dem Strand näherten, nahezu auf einer Linie, suchten sich die Piloten der LCTs vorsichtig ihre Wege aus, um zu vermeiden, dass sie mit Trümmern, die umher trieben, kollidierten, und sie strebten dem Ufer zu. 

 

Die Wassertiefe wurde vom Personal unserer Einheit überprüft, als die Rampen abgesenkt wurden und wir bereiteten uns auf die Ausschiffung vor. Leichtere Fahrzeuge wie Jeeps, 3/4 Tönner und M20 wurden mit Hilfe von Schleppseilen an den Panzerjägern festgebunden. Dies verhinderte unnötige Verluste in Löchern oder anderen Unterwasserhindernissen, die uns im kurzen Trip durch das Wasser bis zum Strand warteten. Den Kopf der Kolonne bildete das erste Fahrzeug, dem die andern gleich nach dem Aufsetzen folgten. 

 

Wir waren an Land! Das erste Panzerjägerbataillon befand sich auf französischem Boden.

 

Unsere Karten zeigten uns, dass wir uns 1500 Yards südlich der ursprünglich geplanten Landestellen befanden. Es schien mir, als wäre es zu unserem Vorteil gewesen, wenn ich einige Wellen früher eingeordnet worden wäre. Eine geeignete Disposition unserer Einheit am Strand fehlte und die zuvor formulierten Pläne waren nicht mehr praktikabel.

 

Der Strand, an dem die eigentliche Landung stattfand, war eine weite Fläche aus weissem Sand, die sich in ein überschwemmtes Gebiet fortsetzte. Geniesoldaten arbeiteten dort schon seit dem frühen Morgen und Unterwasserhindernisse waren zum Zeitpunkt des Eintreffens weitgehend weggeräumt oder unwirksam gemacht.

 

Sporadisches feindliches Artilleriefeuer fiel immer noch auf den Strand. Obwohl es weitgehend ineffizient war, waren wir am verwundbarsten und gleichzeitig ein lukratives Ziel, solange wir uns in unserer notwendigerweise massierten Formation befanden. 

 

Bei der Kontaktaufnahme mit dem Strandmeister wurde festgestellt, dass die meisten Einheiten schon vor der Entwässerung/Abdichtung über das überschwemmte Gebiet hinweg weiter vorrückten. Der Unterstabschef Logistik (G-4) der 4. Infanteriedivision befand sich direkt vor der Küste; er wies uns an, etwa zwei Meilen entlang der Strasse La Madeleine-Marie du Mont in ein Feld auszuweichen und die Entwässerung/Abdichtung vorzunehmen.

 

 Als der Marsch begann, zeigte ein Blick zurück in die Kolonne, dass wasserdichte Munitionsabdeckungen und andere wasserdichte Gegenstände auf beide Seiten der Fahrzeuge weggeworfen wurden, Rohre, die nach vorne schwangen und alle Hände, die sich für den Kampf bereit machten.

 

OBJEKTSCHUTZ

 

Unsere erste Aufgabe erhielten wir vom kommandierenden General der Divisionsartillerie (Vierte), d.h. Panzerabwehr für den Divisionskommandoposten der Vierten, der sich in dieser Nacht in der Nähe von Audouville-la-Hubert befand.

 

Die Rekognoszierung für diese Mission wurde vom S-3 (Stabsoffizier für Operationen und Ausbildung) und den Kommandanten der Kompanien "A" und "C" vorgenommen. Die Positionen für die Objektschutz-Verteidigung wurden für die Kompanie "A", abzüglich des verlorengegangenen Zuges, rechts, für die Kompanie "C" links und links hinten gewählt.

 

Bei unserer Rückkehr zum Bataillon erfuhren wir, dass die ersten Feindseligkeiten in geringerem Umfang stattgefunden hatten.  Anscheinend war eine der zahlreichen kleinen Befestigungen in der Gegend umgangen worden und blieb unbemerkt, bis Männer unserer örtlichen Sicherheitskräfte neugierig darauf wurden, was sich auf der anderen Seite der Hecke befände. Die Aktion war kurz gewesen, ohne Verluste für uns, und die zwanzig ziemlich sonderbaren PWs (Kriegsgefangenen) wurden einigen Infanteristen übergeben, die sie an den Strand geleiteten.

 

Das Bataillon bewegte sich in die Stellungen, überprüfte die Schussfelder und verknüpfte sich zur gegenseitigen Unterstützung und Rundum-Sicherheit für die Nacht.  Die Lücke, die durch das Fehlen von Panzerjägern verursacht wurde, um alle notwendigen Positionen im Umkreis abzudecken, wurde durch die Auswahl von alternativen Stellungen ausgeglichen, die in der Dunkelheit besetzt werden konnten, und durch Sicherheitsposten, um Überraschungen aus einer unerwarteten Richtung zu verhindern.

  

PANZERABWEHR EINER DIVISION

 

Am frühen Abend besuchten der kommandierende Offizier, der S-2 (Intelligence Staff Officer> Nachrichten), der S-3 und der Kommunikationsoffizier den Artilleriekommandoposten der  4. Division, um die neuesten Entwicklungen zu überprüfen und die Panzerabwehrpläne für den nächsten Tag zu vervollständigen. Diesmal wurde uns die Aufgabe übertragen, die linke Flanke der Division gegen mögliche feindliche Panzer zu schützen.

 

Einheiten von primärem Interesse für uns waren das 8. und das 12. Infanterieregiment; sie hielten die Mitte und die linke Flanke des Sektors der 4. Infanteriedivision.

 

 

Es wurde eine Erkundung durchgeführt, da es notwendig war, dass sie unsere Pläne kennen und dass wir am nächsten Tag Kenntnis von ihren wahrscheinlichen Dispositionen hatten. Der Rest der Rekognoszierung war äusserst schwierig. Ausserdem wurde sie in fast völliger Dunkelheit durchgeführt. Es war ein grosses Glück, dass wir während unserer Zeit in England umfangreiche Kartenstudien über dieses Gebiet angefertigt hatten, da uns dies mit dem Gelände vertraut machte, auf dem wir jetzt arbeiteten. Zugängliche Positionen, die die wahrscheinlichsten Wege der gepanzerten Annäherung des Feindes abdeckten, wurden ausgewählt, und die Bewegung zu diesen Stellungen begann.

 

Wir führten den Plan zuerst mit der Kompanie "A" aus und verliessen die Kompanie "C" in ihren linken Flankenpositionen. Sie schlossen sich der Kolonne an, nachdem die Kompanie "A" diese geräumt hatte. Wegen der extremen Dunkelheit und der Tatsache, dass wir es nicht wagten, selbst Verdunkelungslichter zu verwenden, war es notwendig, die Kompanien langsam zu führen. Kompanie "A" besetzte den gewählten Sektor rechtsseitig, Kompanie "C" wurde links eingesetzt und deckte alle Zufahrtswege aus Richtung Montebourg ab. Die Zeit erlaubte nur eine Kartenauswahl von Positionen gegen Angriffe in anderen Sektoren der Divisionsfront. Wir haben uns in gewissem Umfang auf die Überschwemmungsgebiete im Süden und die Lage der 82nd Airborne Division als partielle Barrieren in dieser Richtung verlassen.

 

Kleinere Aktivitäten traten in diesen Positionen mit der allmählichen Morgendämmerung auf, da sich herausstellte, dass wir neben abgestürzten Gleitflugzeugen lagen, die in unserem Gebiet verstreut waren, aber auch von kleinen, verstreuten Gruppen georgischer Soldaten. Die Intensität der ausgetauschten Kugeln aus Handfeuerwaffen hatte keine gravierenden Folgen. Kurz nachdem die Schusswechsel begannen, stellten wir fest, dass auch einige Soldaten der 82. und 101. Luftlandedivisionen in der Nähe waren. Sie erwiesen sich als sehr hilfreich, wenn es darum ging, unsere Männer über die Situation vor Ort zu orientieren und uns unsere Gefangenen abzunehmen.

  

Zu Beginn des Tages passierte wenig. Der Vormarsch der Infanterie nahm unseren Stellungen den Wert. Es schien keine gepanzerte Bedrohung zu geben, also blieben wir in den Stellungen, während der Kommandeur zum Division-Artilleriekommando ging, um weitere Anweisungen zu erhalten.

 

ANGRIFF AUF EINE BEFESTIGTE POSITION

 

Nach der Rückkehr des Kommandeurs erfuhren wir, dass unsere direkte Unterstützung der Infanterie beginne.

 

Kompanie "C" sollte sich nach Osten bewegen, um das 1. Bataillon des 22. Infanterieregiments bei einem Angriff auf den Stützpunkt von Crisbecq zu unterstützen. Normalerweise würde die Unterstützung eines Infanteriebataillons nicht den Einsatz von so vielen Rohren erfordern. Allerdings hatte das Bataillon Crisbecq bereits am frühen Morgen des 7. Juni angegriffen und war am Nachmittag konterattackiert und zurückgedrängt worden. 

 

Es war ungefähr zu dieser Zeit, als die Kompanie "C" eintraf und sich in der Stellung entlang der Generallinie der Infanterie festhielt.

 

Der Feind griff in den frühen Morgenstunden erneut an und unsere Panzerjäger beteiligten sich an der Abwehr des Angriffs. Schwierigkeiten hatten die meisten Kanoniere bei diesem Einsatz, da das bewaldete Gebiet zu nahe an ihren Stellungen lag, um ein langes, offenes Schussfeld gewährleistet zu bekommen. Sie konnten ohne die Hilfe von Nachtbeleuchtungsgeräten nicht gut sehen. Bei dieser Art von Kämpfen ging die Präzision verloren, und es war ein langsamer Prozess, die Visierung auf Ziele aus dieser geringen Distanz zu richten.

 

Mit einer derart eingesetzten Kompanie bildeten die Hauptquartiere und zwei Zügen der Kompanie "A", wenngleich sie in weit vorgeschobenen Positionen lagen, die wichtigste mobile Panzerabwehrreserve für den gesamten Sektor der 4. Division.

  

ENGE UNTERSTÜTZUNG DER INFANTERIE BEIM STURMANGRIFF

 

Um das Korps Richtung Cherbourg voranzubringen, war es notwendig, dass das höher gelegene Gebiet in der Nähe von Quinéville erobert und feindliche Küstenpositionen, die noch immer ein allzu genaues Feuer am Strand legten, neutralisiert wurden. Zwischen den Angreifern und dem Quinéville-Rücken lagen die Stützpunkte von Crisbecq, Azeville, Fontenay-sur-Mer, Château de Fontenay und Ozeville, die von befestigten Stellungen bis hin zu feindlich besetzten Ortschaften reichten.

 

Am 9. Juni wurde unter dem Kommando von Brigadegeneral Henry A. Barber eine Task Force gebildet, zu der auch das 22. Infanterieregiment und das 899. Panzerjägerbataillon gehörten.

 

Die Entscheidung wurde getroffen, den Feind in Crisbecq mit der Kompanie "C" des 22. Infanterieregiments und der Kompanie "C" des 899. Panzerjägerbataillons in die Gewalt zu bringen.

 

Der Rest des Regiments mit den beiden Zügen der Kompanie "A" des 899. Bataillons, die zum Zweck der Panzerabwehr und der direkten Unterstützung im Sturmangriff zugeteilt waren, hatte in einer Kolonne der Bataillone anzugreifen. 

 

Das 3. Bataillon hatte die Ortschaft Azeville und den Stützpunkt im Nordosten zu erobern und dann Ozeville anzugreifen, gefolgt vom 2. Bataillon, das den Feind in Château-de-Fontenay umzingeln würde, sowie dem ersten, das den Ort Fontenay-sur-Mer angreifen sollte, um den Druck auf das 3. Bataillon zu verringern, das an diesem Punkt in die Flanke beschossen wurde.

 

Die Operationen verliefen am 11. Juni planmässig. Am folgenden Tag wurden die Züge der Kompanie "A" fast ausschliesslich für Angriffe eingesetzt, als das 3. Bataillon den Ozeville-Stützpunkt eindämmte. Bis zum Einbruch der Dunkelheit war die Säuberung fast abgeschlossen. In Ermangelung einer Panzerbedrohung hatten die Panzerjäger Unterstützung geleistet, indem sie direktes Feuer auf Befestigungen und Stellungen abgegeben hatten und dort, wo es ihnen möglich war, zur Verringerung der Stärke des Feindes beitrugen. Der Nachteil, nie zuvor zusammengearbeitet zu haben und kein gemeinsames Kommunikationssystem zu haben, war immer noch spürbar.

 

Am 12. Juni wurde die Kompanie "B", die Hauptquartierkompanie und die Aufklärungs-Kompanie wieder in das Bataillon eingegliedert, sehr zur Erleichterung des Bataillonsfeldweibels, der unsere Vorhut mit dem Dreiviertel-Tonnen-Truck des Message Centers versorgt hatte. Sie waren zum Omaha-Strand gebracht worden, landeten dort unter Verlust mehrerer Fahrzeuge und gelangten mit verschiedenen improvisierten Mitteln nach Utah Beach, seit wir sie zuletzt gesehen hatten. Niemand in dieser Gruppe schien eine kohärente Vorstellung davon zu haben, wie oder warum dieses Unglück geschehen war. 

 

Sie wurden in ein Sammelgebiet südwestlich von Edmonde (Émondeville) gebracht. Die Züge der Kompanie "B'" wurden sofort zur Unterstützung der Infanterie im Ozeville-Sektor eingesetzt, mit dem Hauptaugenmerk auf den Quinéville-Rücken.

  

Die Aufklärungs-Kompanie hat Beobachtungsposten lokalisiert und bemannt. Diejenigen, die über ausreichende Beobachtungsfelder verfügten, waren am schwierigsten zu sichern. Die meisten Aufklärungsarbeiten wurden von Patrouillen durchgeführt; hin und her über die Divisionsfront mit der primären Mission der Erlangung aller verfügbaren Informationen über gegnerische Panzer.

 

Schliesslich fiel Crisbecq und die Kompanie "C" wurde der Bataillonskontrolle übergeben.

 

Diese Kompanie, weniger ein Zug, wurde nun auf den Sektor des 8. Infanterieregiments auf der linken Seite umdisponiert. Der freiwerdende Zug wurde zur Unterstützung eines der Bataillone des 39. Infanterieregiments zurückgelassen. Dieses Regiment war von der 9. Infanteriedivision losgelöst worden und hatte die Aufgabe, die Küstenverteidigung entlang des Strandes nördlich von Quinéville zu klären.

 

Die einzigen Strassen, die in diesem riesigen, überschwemmten Gebiet benutzt werden konnten, waren die Dammwege (Causeways), von denen viele vermint worden waren. Ein Panzerjäger, der zur Unterstützung der angreifenden Infanterie hergesandt worden war, wurde gestoppt, als er auf eine Mine traf. Er versank im Schlamm. Die Bergung erforderte eine mehrstündige Verzögerung; in dieser Zeit konnte keine Feuerunterstützung irgendwelcher Art geleistet werden.

 

Der Zugführer organisierte Stellungen für seine vier Panzerjäger in den Ruinen der jetzt gefallenen Ortschaft Crisbecq. Infanterie, in Skir-Mischer(Scharmützler)-Linie, rückte nach Norden in Richtung Quinéville vor, über das überschwemmte Gebiet zwischen Crisbecq und dem Strand. Der Hauptwiderstand kam vom Feind, der sich in befestigten Positionen befand, die in erster Linie für die Strandverteidigung bestimmt waren. Die Reichweite zu den meisten Zielen lag in der Nähe von 1500 bis 2500 Yards. 

 

 Um zu vermeiden, dass die Luft mit übermässiger Kommunikation belegt wurde, und um die Möglichkeit zu vermeiden, feindliches Feuer zu provozieren, wurden EE-8-Feldtelefone und Fernbedienungsgeräte in den Panzerjägern per Kabel verbunden, so dass der Zugführer dem Kommandanten jedes Fahrzeugs präzise Anweisungen und Zielbezeichnungen geben konnte, ohne seinen Beobachtungsposten zu verlassen, der sich in einem zerstörten Crisbecq-Turm befand.

 

Er ergänzte seine eigene Sicht über Funkkontakt mit den Leuten seines eigenen Zuges, die der Infanterie folgten. Von ihnen erhielt er Zielkennzeichnungen und Berichte über die Wirkung seines Feuers. Wenn ihm die Feueraufträge übermittelt wurden, bezeichnete er das Ziel anhand von Referenzpunkten und der Angabe, welcher Panzerjäger zu schiessen habe. Dadurch wurden eine exzellente Führung und punktgenaue Präzision ermöglicht. 

 

 Es erwies sich als viel effizienter, die Panzerjäger auf einer Anhöhe mit guter Beobachtung zu haben. Das Feuer war fast pausenlos gewesen und eine kleine Verschiebung in einem Panzerturm beförderte tödlich genaue, hochexplosive und panzerbrechende Geschosse zu den benannten Zielen. 

 

Ungefähr zu der Zeit, als eine gute Show an dieser Position voranschritt, eröffnete der Feind das Feuer auf das Gedränge der Beobachter, die sich auf der Höhe über den Panzerjägern versammelt hatten, und verursachte vier oder fünf Tote in der Gruppe. An diesem Punkt befahl Colonel Paddy Flint, Kommandeur des 39. Infanterieregiments, die "Galerie" zu räumen.

  

Am Morgen des 13. Juni zog das 3. Bataillon des 22. Infanterieregiments in Richtung des Rückens westlich von Quinévllle. Das 2. Bataillon bewegt sich durch das Gelände des 12. Infanterieregiments, um westlich entlang des Bergrückens in Richtung Quinéville anzugreifen. Das 1. Bataillon zog von seinen Positionen bei Fontenay-sur-Mer zu einer Stellung links des 3. Bataillon und bereitete sich auf einen koordinierten Angriff vor, um den Quinévllle-Rücken zu erobern. Dies geschah am Morgen des 14. Juni, und unsere Kompanien "A" und "B" kehrten zum Bataillon zurück.

 

Die Kompanie "C" kehrte von der Unterstützung der Infanterieregimenter 8 und 39 zurück und das 899. Bataillon wurde von der Unterstellung unter die 4. Infanteriedivision freigestellt und kehrte unter die Kontrolle des VII. Korps zurück. Das Bataillon zog als Einheit in die Nähe von Eturville, südöstlich von Chef-du-Pont. Mit dieser Bewegung verschob sich das Augenmerk des Bataillons nach Süden und Westen des Brückenkopfs.

 

Der erste Zug der Kompanie "A", der seit der ersten Landung vermisst wurde, tauchte wieder auf: in der Kampfunterstützung der 101. Airborne Division in der Nähe von Carentan. Der Kompaniechef war natürlich der Meinung, dass er seinen Zug für weitere Operationen zurückhaben sollte. Der Geist dieses Wunsches wurde vom 101. Division jedoch nicht geteilt. Die Besprechung mit dem Zugführer ergab, dass er sehr zufrieden war und sehr stolz darauf, mit den wild kämpfenden Fallschirmspringern zusammen zu sein; und dass er den Rest des Krieges gerne mit ihnen verbringen würde, wenn er nur in der Lage wäre, eine Art und Weise zu ersinnen, wie Panzerjäger in der Luft transportiert werden könnten.

 

Am Vormittag des 16. Juni wurde die Kompanie "A", minus ein Zug, der 9. Infanteriedivision zugeteilt.

 

Die Hauptwaffe der amerikanischen Panzerjäger-Bataillone war der

 

Jagdpanzer M10 Wolverine

 

A sergeant from the 899th, points to where the shell from a Panther passed through his M10. The radio operator was killed when the projectile entered the bow-plate.

 

Ein Sergeant aus dem 899. Panzerjägerbataillon zeigt auf die Stelle, an der die Granate eines Panthers durch seine M10 geflogen ist. Der Funker wurde getötet, als das Projektil in die Bugplatte eindrang.

 

Tank Destroyer crewmen, Joe Ward and Bob French on an M36..."Beats Me" with 4 kills.

 

Detaillierte Angaben über das Bataillon samt den von ihm erstatteten After Action Reports und zahlreichen Fotos und technischen Erläuterungen hier anklicken.


801. Panzerabwehr-Bataillon (Panzerjäger)

 

Das Bataillon war der Vierten ab 13. Juni bis anfangs Oktober 1944 zugeteilt. Allerdings war seine Hauptwaffe offenbar für die Panzerabwehr wenig tauglich:

 

"One battalion, the 801st, lost 17 towed guns in just two days, while the M10-equipped 644th, which fought alongside it, found ideal opportunities for close-range ambushes and claimed 17 tanks in the same time period. It was clear that the towed guns had proved ineffective and on 11 January 1945, the U.S. War Office approved Eisenhower's request to convert all remaining towed units in the theatre to self-propelled guns."

Quelle

 

"Ein Bataillon, das 801., verlor 17 geschleppte Geschütze in nur zwei Tagen, während das mit M10 ausgerüstete 644., das an seiner Seite kämpfte, ideale Gelegenheiten für Hinterhalte aus nächster Nähe fand und in der gleichen Zeitspanne 17 Panzer vernichtete. Es war klar, dass sich die gezogenen Geschütze als wirkungslos erwiesen hatten, und am 11. Januar 1945 genehmigte das US-Kriegsministerium Eisenhowers Bitte, alle im Theater verbliebenen gezogenen Einheiten mit selbstfahrenden Geschützen umzurüsten".

 

Hauptwaffe das gezogene Geschütz

 

Towed 3" Gun; 4/45 - M18

 

Caliber: 3 inch (76.2mm)

Width : 6 feet, 10 in

Height: 5 feet, 2 in

Length: 23 feet, 1 in

Weight: 4,875 lbs

Tube Length: 158 in (50 caliber lengths)

Max Range w/HE projectile and point detonating fuse: 14,200 yds

Weight of APC projectile: 27.24 lbs

Weight of AP propellant charge: 4.62 lbs

Rate of Fire (max): 15-20 rpm

Rate of Fire (sustained): 5 rpm

Quelle

 

Detailliertere Angaben über das Bataillon samt den von ihm erstatteten After Action Reports, technischen Erläuterungen, aber leider keine Fotos: hier anklicken.


Detachierte Verbände und Einheiten

Der Vierten wurden die in der nachstehenden Tabelle verzeichneten Truppen vorübergehend weggenommen und andern Heereseinheiten zugeteilt, namentlich zur Bildung von Combat Teams.

 Quelle S. 42 - 46  und auch